Eine Woche in Beijing / Peking – Verbotene Stadt, Himmelstempel und gegrillte Insekten

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Insgesamt ging meine China Reise über 3 Wochen. Gestartet bin ich in Shanghai, von dort aus habe ich den Zug nach Beijing (Peking) genommen und bin dann von Beijing aus nach Hongkong geflogen. In Beijing hatte ich 7 Tage Zeit, die Stadt zu erkunden.

Vor meiner Reise habe ich mich natürlich über China und Beijing (Peking) informiert, doch wollte ich nicht glauben, dass ich mit Englisch in China nicht weit komme. Ich war der festen Überzeugung, dass ich zumindest in der Hauptstadt, Beijing, keine Probleme haben werde, mich auf Englisch zu verständigen. Doch direkt bei meiner Ankunft wurde ich eines Besseren belehrt. Schlau wie ich bin, hatte ich mir zwar die Adresse von meinem Hotel auf chinesisch ausgedruckt, mir aber keine detaillierte Karte von Beijing zugelegt. Alles gar kein Problem dachte ich, ich frage mich einfach durch. Von wegen! Tatsächlich hat mich niemand verstanden! So stand ich einsam und verlassen an der Bahnstation und hatte überhaupt keine Ahnung, in welche Richtung ich gehen muss. Mir blieb also nichts anderes übrig, als mir ein Taxi zu nehmen.

Gesagt, getan. Ich habe mich zu einem (wie ich dachte) Taxi-Stand begeben und die netten Herren dort gefragt, ob sie mich zu meinem Hotel bringen würden. Die ersten 3 haben mir signalisiert, dass sie keine Lust haben (?) zu fahren – vielleicht hatten sie auch gerade Pause? Ich weiß es nicht. Einer hatte sich bereit erklärt und hat mir direkt den Preis genannt – 200 Yuan. 200 Yuan sind ungefähr 27€. Da ich wusste, dass das Hotel nur wenige Minuten entfernt von meinem Standort war, habe ich dankend abgelehnt. Nur was sollte ich tun? Ich hatte keine andere Chance – und das war den Taxifahrern auch bewusst. Einer hatte sich dann „erbarmt“ und mich für 100 Yuan zu meinem Hotel gefahren – welches ernsthaft nur 2 Blocks weiter war! So hat der gute Mann 13€ für eine 2 minütige Fahrt verdient. Ich war so genervt von dieser Abzocke, dass ich die darauf folgenden Tage alles zu Fuß oder mit der Bahn (wobei eine Bahnfahrt zwischen 1-3 Yuan gekostet hat) erledigt habe. Lessons learned -> informiere dich im Vorhinein genau, wo dein Hotel liegt und wie du am besten dort hin kommst 😉

Dieses Verständigungsproblem hat sich die nächsten Tage weiter durchgezogen. Ich habe auf den Rat meiner indischen Freunde, die ich in Shanghai besucht hatte, die Straßenküche in Beijing gemieden (was mir sehr schwer gefallen ist, da ich normalerweise versuche hauptsächlich einheimische Speisen zu essen)  und habe stets in Restaurants gegessen. Doch auch hier war es nicht gerade einfach zu erfahren, welche Speisen überhaupt angeboten werden. Daher blieben mir oft nur die touristischen Restaurants, die Karten hatten, die eher einem Bilderbuch glichen als einer Menükarte. Somit kann ich euch auch leider keine Empfehlungen geben. Ihr merkt, in China habe ich vieles falsch gemacht, bzw. würde ich bei einem zweiten Besuch, vieles anders machen. Doch auch diese Erfahrungen muss man ab und zu machen :).

Nun aber Mal zu meinen Highlights in Beijing. Das erste, was ich in Peking unternommen habe, war ein Ausflug in die verbotene Stadt. Mein Hotel war direkt in der Nähe, so viel mir die Entscheidung nicht gerade schwer. Die verbotene Stadt und die Chinesische Mauer sind zwei große Ziele auf meiner langen Travel-To Do-Liste, die ich unbedingt sehen wollte. Die verbotene Stadt war jedoch nicht so spannend, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Ehrlich gesagt kann ich gar nicht genau sagen, was ich mir da vorgestellt hatte, aber ich war etwas enttäuscht. Insgesamt ist die verbotene Stadt einfach gigantisch. Nehmt euch mindestens einen halben Tag Zeit um sie zu erkunden! Das Gelände ist einfach wahnsinnig groß. Am besten gefallen hat mir der Kaiserliche Garten im hinteren Teil der verbotenen Stadt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein weiteres Sightseeing- Must ist der Himmelstempel. Der Himmelstempel war in früheren Zeiten ein Ort, an dem die Kaiser für eine ertragreiche Ernte beteten und Opfer brachten. Heute ist die Tempelanlage vor allem aufgrund ihrer prächtigen Farben interessant anzuschauen. Doch nicht nur die Tempelanlage ist sehenswert, sondern auch der große Park, der die Anlage umschließt. Hier kann man die Freizeitaktivitäten der Chinesen beobachten und wenn man möchte, ein Teil davon werden.

 

 

 

 

 

 

 

Ein weiteres Sightseeing-Must ist der beeindruckende Tiananmen Platz im Herzen von Beijing. Auch Tor des Himmlischen Friedens genannt, fungiert der Tiananmen Platz als Haupteingang zur Verbotenen Stadt. Mit ca. 40 Hektar ist er der größte innerstädtische Platz der Welt und wurde oft als Platz für Demonstrationen genutzt.

 

 

Ein kulinarisches „Highlight“ meiner Reise war der Night Market auf der Wangfujing street. Hier werden sämtliche Arten von Insekten angeboten, die man sich nur vorstellen kann. Hinzukommen verschiedene Teile von Tieren, bei denen man niemals auf die Idee kommen würde, diese zu essen. Neben Kakerlaken, Käfern, Grashüpfern, Schlangen oder Seesternen wurden mir z.B. auch Schafspenis angeboten. Ich war ziemlich entsetzt und könnte so etwas auch niemals essen. Doch einer kleinen Mutprobe habe ich mich geschlagen gegeben. Ich habe tatsächlich einen Grashüpfer probiert – und es war vom Geschmack her gar nicht mal schlecht. Ich konnte mich aber einfach nicht mit dem Gedanken anfreunden, gerade einen Grashüpfer in meinem Mund zu haben und konnte nicht weiter essen ;). Insgesamt hatte ich aber auch eher den Eindruck, dass dies keine lokalen Delikatessen sind sondern nur eine Touristen-Attraktion darstellen sollten. Neben den ganzen Krabbeltieren gibt es aber auch wirklich leckere Sachen wie Gambas, Fleisch- oder Fruchtspieße. Die Snack Street öffnet jeden Tag gegen 18 Uhr und schließt gegen 21 Uhr. Doch auch tagsüber kann man sich die Zeit gut auf der Wangfujing street vertreiben – vor allem mit shopping 🙂 🙂 🙂

 

 

 

 

 

 

 

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