Stillprobleme

Stillprobleme und Brustwarzenentzündung: 11 Hilfsmittel – was wirklich hilft und was du dir sparen kannst

Stillprobleme? Ich? Ach Quatsch, so schwer wird das ja wohl nicht sein. Außerdem haben das vor mir ja auch schon Millionen andere Frauen geschafft. Also mal ehrlich, was soll denn da schon schief gehen?

So oder so ähnlich war meine Einstellung während meiner Schwangerschaft und vor der Geburt. Ich war ziemlich entspannt und dachte, dass das mit dem Stillen schon irgendwie klappen wird.

Doch dann kam alles irgendwie anders als gedacht. So relaxt ich auch war und bin, irgendwie haben es die Krankenschwestern und Hebammen im Krankenhaus geschafft, mich unter Druck zu setzen. Oder war ich es doch selbst? Habe ich mich vielleicht doch selbst unter Druck gesetzt? Weil ich es unbedingt schaffen wollte – denn wie gesagt, so schwer kann es ja nicht sein!

Im Nachhinein glaube ich, dass ich es einerseits unbedingt perfekt machen wollte. Eben genau so, wie es mir die Schwestern immer wieder gesagt haben.

Den “C-Griff”, na klar! Mache ich!

Die Wiege- und Football-Haltung? Klar!

Die eine Hand bitte hier hin, die andere einfach locker lassen!

Oh, bloß nicht die Nase frei halten! Das Kind mit dem Kopf fest an die Brust drücken! Ah okay..!

Stillhütchen? Ja, aber nur im Notfall – ansonsten auf gar keinen Fall!

Es tut weh? Nein, es darf nicht weh tun! Dann nochmal von vorn! – Oh Gott, das Kind schreit aber, weil es einfach Hunger hat! Aber ok, nochmal von vorn! Und das ganze bitte etwas entspannter.

Puuuuh, ich fand die Zeit, die ich im Krankenhaus verbracht habe, echt anstrengend. So war ich froh, endlich am 3. Tag nach Hause zu dürfen.

Doch dann der Schock – Noah hat sich eine bakterielle Infektion zugezogen und wir mussten noch 5 Tage in der Uniklinik verbringen. In einem Zweibettzimmer, mit einer anderen Mutter und einem weiteren kranken Neugeborenen. Dies hat meinen Stress bzgl. des Stillens natürlich nicht geschmälert. Im Gegenteil. Ich wollte, dass alles auf anhieb funktioniert. Ich konnte mein Kind doch nicht einfach schreien lassen und die anderen damit aufwecken oder nerven.

Hinzu kam, dass Noah Schwierigkeiten mit dem andocken hatte. Ja, klar – der gute “C-Griff” sollte helfen, hat er aber nicht wirklich. Er hat immer wieder los gelassen. So ging es manchmal 15 Minuten, bis er überhaupt anfangen konnte, richtig zu trinken. Das hat mich super gestresst!

Also bin ich bald dazu übergegangen, Noah auch einfach weiter an der Brust zu lassen, obwohl es weh tat. Ich war ja froh, wenn er endlich trinken konnte.

Das war allerdings ein großer Fehler! Schon nach kurzer Zeit waren meine Brustwarzen so entzündet, dass das Stillen höllisch weh tat. Nicht nur das Stillen tat höllisch weh. Im Prinzip ALLES! Sogar Duschen war eine Herausforderung! Die einzelnen Wassertropfen taten so weh, dass ich meine Hände vor meine Brustwarzen halten musste um weniger Schmerzen zu haben. Mittlerweile waren wir zu Hause und ich habe meine Hebamme gefragt, was man tun könnte – sie sagte mir, dass ich auf jeden Fall weiter stillen sollte und empfahl mir einige Mittel, die ich nach und nach ausprobierte.

Manche Dinge hätte ich gerne von Anfang an genutzt. Dann wäre es vielleicht besser gegangen.

Da meine Brustwarzen allerdings schon so entzündet waren, dass ich selbst weinen musste und am liebsten laut geschrien hätte, als ich gestillt habe, habe ich für mich keinen anderen Ausweg gesehen, als das Stillen erst einmal zu unterbrechen und die Milch abzupumpen.

Erst beim Abpumpen habe ich dann festgestellt, dass meine eine Brust lediglich 10ml (!!!) abgibt und die andere auch nur 50ml. Na, da war mir klar, warum meine Brustwarzen so entzündet waren – der arme kleine Mann ist wahrscheinlich fast verzweifelt, bei dem Versuch, satt zu werden. So habe ich dann neben den Mitteln zur Heilung der Brustwarzen, auch noch Mittel probiert, die helfen sollen, den Milchfluss wieder anzuregen.

Im Folgenden möchte ich euch alle Mittel vorstellen, die ich ausprobiert habe und werde euch auch meine ehrliche Meinung zu jedem Produkt sagen. Ich hätte definitiv einiges an Geld und Nerven sparen können, wenn ich dies gewusst hätte.

Allerdings muss ich natürlich auch sagen, dass jede Frau unterschiedlich ist und somit auch jeder Körper unterschiedlich reagiert. So kann es sein, dass dir andere Mittel helfen als mir. Ich würde es einfach mal ausprobieren!

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Hilfe bei Stillproblemen und Brustwarzenentzündung #1: MULTI-MAM Kompressen

MULTI-MAM Kompressen* sind mit einem “bio-aktiven” Gel getränkt, welches entzündete Brustwarzen beruhigt, die Schwellung verringert und den Gewebezustand der Haut verbessert. Mir haben die Kompressen sehr geholfen. Sie kühlen angenehm und ich habe schon nach einem Tag eine kleine Verbesserung der Brustwarze wahrgenommen. Neben den Kompressen gibt es auch ein Brustwarzenbalsam*. Das habe ich leider nicht ausprobiert, würde ich aber beim nächsten Mal definitiv machen!

Hilfe bei Stillproblemen und Brustwarzenentzündung #2: Stillhütchen

Oh ja, alle Hebammen und Krankenschwestern im Krankenhaus haben mir gesagt, dass man Stillhütchen nur im Notfall benutzen sollte. Also habe ich sie nicht benutzt. Denn Notfall, was ist schon ein Notfall? Entzündete Brustwarzen? Ne – so war zumindest meine Auffassung vor ein paar Wochen.

Heute sehe ich das ganz anders. Hätte ich sofort zu Stillhütchen gegriffen, als ich merkte, dass Noah Schwierigkeiten hat, die Brustwarze richtig zu fassen, hätte ich mir wahrscheinlich so einige Schmerzen erspart. Anfangs waren meine Brustwarzen sehr flach. Ich nehme an, dass es schwierig für ihn war, sie richtig zu umschließen. Erst nach einigen Wochen, als es dann schon zu spät war, hatten meine Brustwarzen die Form, die er benötigt hätte.

Daher kann ich euch nur empfehlen, Stillhütchen zu Hause zu haben. Man selbst merkt einfach am Besten, was gut funktioniert und was nicht.

Ich hatte Stillhütchen von Medela* in Größe L

Hilfe bei Stillproblemen und Brustwarzenentzündung #3: Lansinoh Salbe

Lansinoh Salbe* wurde mir bereits in meiner Schwangerschaft wärmstens empfohlen. Auch meine Hebamme hatte mir gesagt, dass ich sie am besten schon vor der Geburt benutze, da so die Wahrscheinlichkeit einer Brustwarzenentzündung viel geringer sei.

Ja, Pustekuchen.

Ich habe bereits 3 Wochen vor der Geburt damit begonnen, meine Brustwarzen täglich einzuschmieren. Die Salbe macht sie auch schön weich. Aber das war leider mein späteres Problem. Daher hat sie mir leider gar nicht geholfen.

Dennoch denke ich, dass sie der einen oder anderen von euch bestimmt helfen könnte. Wenn ihr nicht das Problem flacher Brustwarzen habt, würde ich die Salbe auf jeden Fall benutzen – schaden kann sie nicht. Außerdem ist es wirklich praktisch, dass die Salbe* vor dem Stillen nicht abgewaschen werden muss. Sie hält die Brustwarzen weich und schützt vor Rissen.

Hilfe bei Stillproblemen und Brustwarzenentzündung #4: Piulatte und aktivierter Bockshornklee

Um die Milchproduktion wieder anzuregen, hat mir meine Hebamme empfohlen, Piulatte* und Bockshornklee Kapseln* einzunehmen. Ich habe beides brav bestellt, ohne mir anzuschauen, was in der Beschreibung zu diesen Präparaten steht.

Von Anregung der Milchproduktion ist hier nämlich nichts zu lesen. Und geholfen haben sie leider auch nicht.

Was ich jedoch bestätigen kann, ist, dass ich nach der Einnahme von Piulatte* und aktiviertem Bockshornklee* das Gefühl hatte, dass ich nicht mehr so erschöpft war, wie zuvor.

Daher denke ich schon, dass beide Präparate das halten, was sie versprechen. Doch zur Milchproduktion haben sie nichts beigetragen – vielleicht war das einfach eine Fehlinformation meiner Hebamme!?



Hilfe bei Stillproblemen und Brustwarzenentzündung #5: Weißkohl aus dem Kühlschrank

Klingt schräg? Ja, fand ich auch! Das war eines der Dinge, die meine Hebamme mir bereits vor der Geburt empfohlen hat. Ich sollte nach der Geburt unbedingt einen Weißkohl im Kühlschrank haben. Weißkohl hilft bei Milchstau oder bei schmerzhaftem Milcheinschuss, da er die Brust zum einen kühlt und damit abschwellend wirkt und zum anderen Entzündungen und Pilzen vorbeugt.

Da ich den Weißkohl nunmal im Kühlschrank hatte, habe ich ihn einfach für meine entzündeten Brustwarzen genutzt. Es war wirklich super! Die Form der Blätter passt sich gut an die Brust an und die Kälte tut einfach nur gut! Probier es mal aus 😉

Hilfe bei Stillproblemen und Brustwarzenentzündung #6: Schwarzer Tee

Um die Brustwarzen nach einer Entzündung abzuhärten, soll Schwarzer Tee helfen bzw. Teebeutel mit schwarzem Tee. Den Tee aufbrühen, den Teebeutel abkühlen lassen und dann auf die Brustwarzen legen.

Bei mir hat der Tee die Brustwarzen nur ein kleines Bisschen abgehärtet. Leider nicht so, dass ich danach wieder problemlos stillen konnte. Ich kenne aber Frauen, bei denen die Teebeutel wahre Wunder gewirkt haben. Daher würde ich es an deiner Stelle auf jeden Fall einmal probieren – die Kosten sind ja eher gering!

Hilfe bei Stillproblemen und Brustwarzenentzündung #7: Lasertherapie

Meine Hebamme hat mir zur Linderung der Brustwarzenentzündung die Therapie mit einem Laser empfohlen. Hierbei werden die Brustwarzen ca. 3 Minuten pro Seite mit einem Laser bestrahlt.

Anfangs hatte ich das Gefühl, dass es etwas geholfen hat. Allerdings war ich mir beim zweiten Mal nicht mehr sicher. Daher kann ich mich nicht unbedingt für den Laser aussprechen.

Hilfe bei Stillproblemen und Brustwarzenentzündung #8: Brustwarzenschutzringe

Die hätte ich sofort gebrauchen können!!! Warum bin ich da nicht selbst und eher drauf gekommen?

Nachdem meine Brustwarzen immer wieder flach waren, hat meine Hebamme mir empfohlen, Brustwarzenschutzringe* zu kaufen oder selbst zu basteln. Ich habe mich ziemlich geärgert, dass sie mir diese erst empfohlen hatte, nachdem ich den größten Teil der Brustwarzenentzündung hinter mir hatte. Denn diese Schutzringe wären am Anfang, als die Brustwarzen noch höllisch weh taten, super hilfreich gewesen. Daher kann ich sie euch nur wärmstens empfehlen!

Hilfe bei Stillproblemen und Brustwarzenentzündung #9: Massage

Zur Anregung der Milchproduktion und des Milchflusses habe von meiner Hebamme ich ein Massagegerät* ausgeliehen bekommen.

Benutzt wird das Massagegerät vor dem Stillen. Man bestreicht die äußere Umrandung der Brust mit etwas Babyöl und streicht dann mit dem Massagegerät von außen nach innen zur Brustwarze. So soll der Milchfluss angeregt werden.

Ich fand, dass das Massagegerät überhaupt nicht hilfreich war. Denn erstens habe ich keine Lust und auch keine Zeit, zuerst meine Brust zu massieren, wenn mein Kind schreit und Hunger hat. Und zweitens hat eine Massage mit der Hand genau so viel gebracht.

Ich könnte mir vorstellen, dass das Massagegerät* eventuell bei Milchstau hilfreich sein könnte. Es hat verschiedene Massagestufen und kann so eventuell helfen, den Milchstau besser zu lösen. Das habe ich allerdings nicht ausprobiert.

Hilfe bei Stillproblemen und Brustwarzenentzündung #10: Wärmelampe

Der nächste Tipp meiner Hebamme: Jeweils vor und nach dem Stillen die Brust für 5 Minuten mit einer Wärmelampe bestrahlen.

Das ist der einzige Tipp, den ich nie ausprobiert habe. Denn wie gerade schon gesagt – wenn mein Kind schreit und Hunger hat, habe ich keine Zeit und Ruhe, mich noch kurz für 5 Minuten vor die Wärmelampe zu setzen.

Möglich ist das wahrscheinlich nur mit Kindern, die viel schlafen und bei denen man das Stillen selbst timen kann. Oder aber bei älteren Babys, bei denen sich schon eine gewisse Routine eingestellt hat und man ungefähr weiß, wann sein Kind das nächste Mal Hunger bekommt. Bei meinem kleinen Raubtier, was immer lauthals geschriebenste hat, als er Hunger hatte, war überhaupt nicht daran zu denken, vorher noch etwas anderes zu tun 😉

Hilfe bei Stillproblemen und Brustwarzenentzündung #11: Heilwolle

Auch Heilwolle* habe ich ausprobiert, um meine Brustwarzen zu heilen. Ich muss sagen, dass die Wolle recht angenehm war, da die Brustwarzen dann keinen direkten Kontakt mehr zum BH hatten. Auch hatte ich das Gefühl, dass die Schmerzen etwas besser geworden sind. Allerdings hat man die ganze Brustwarze voller Wolle und muss diese erst gründlich entfernen, bevor man dann wieder stillen kann.

Ich habe mir daher immer ein Paket Feuchttücher auf den Tisch gestellt. So konnte ich sie schnell säubern, bevor ich dann mit dem Stillen begonnen habe.

Wie ist es bei euch? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Was hat euch geholfen und was eher nicht? Ich freue mich über eure Kommentare!

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